Rundwanderung Angermünde – Wolletz – Altkünkendorf – Angermünde

Bei dieser Wanderung war die Strecke entlang des Nordrandes des Grumsiner Buchenwaldes (UNESCO Weltnaturerbe) als Höhepunkt der Tour geplant, aber auch die anderen Abschnitte waren sehr schön und sehenswert. Um die Wanderung etwas abwechselungsreicher und herausfordernder zu gestalten, verlief ein Teil der Strecke auf dem Märkischen Landweg entlag des Nordurfers des Wolletzsees über Wolletz nach Altkünkendorf, was sich als gute Entscheidung erwiesen hat. Besonders der Abschnitt zwischen dem Strandbad und Wolletz war wegen der Nähe zum See und der vielfältigen Flora und Fauna sehr schön. Sehr sehenswert waren auch die alte Eiche und die Kirche in Altkünkendorf. Der angenehme Rastplatz beim Informationszentrum lud zu einer Pause ein. Der Buchenwald selbst hat mich zunächst nicht so beeindruckt. Reine Buchenwälder wirken auf mich meist etwas parkartig und seltsam still. Aber dennoch waren die hohen Bäume mit dem frischen Grün und das Spiel des Lichts auf dem Waldboden dann doch recht atmosphärisch. Auch der leichte Anstieg auf dem Abschnitt war erfrischend. Insgesamt war es eine sehr schöne Wanderung, die sich stimmungsvoll mit einem Gewitterregen zu Ende neigte. Ferner stellte ich einen persönlichen Streckenrekord auf! Bewusst wanderte ich an einem Tag noch nie eine Strecke von 30,5 Kilometern.

Rundwanderung Chorin-Brodowin-Chorin

Der Weg führte vom Bahnhof Chorin zum Kloster. Von dort aus ging es über Kopfsteinpflaster durch den Wald ins Naturschutzgebiet Plagefenn. Die Kernzone des Naturschutzgebiets um den großen und kleinen Plagesee steht unter besonderem Schutz und darf nicht betreten werden. Der erste Teil der Wanderung war recht nass und regnerisch. Durch die Nässe kamen das Kopfsteinpflaster, das moorige Gebiet und das frische Grün der Buchen besonders gut zur Geltung. In Brodowin empfing uns – ich war mal wieder mit Harald unterwegs – der Duft von frisch geräuchertem Fisch. Im luxuriösen Hofladen gab es alles, was das Herz begehrt. Nach einer kleinen Pause mit regionalen Spezialitäten ging es auf dem Denglerweg – ein Teil des Jakobswegs – zurück zum Kloster und schließlich zum Bahnhof Chorin. Ich finde die Gegend empfiehlt sich auch für einen längeren Aufenthalt, wenn es die Lage erlaubt. In Brodowin gibt es sicherlich einiges über Landwirtschaft zu lernen und fünf Wanderungen durch die reizvolle Gegend werden angeboten.

Wanderung von Melchow nach Eberswalde

Nach dem Stop der letzten Wanderung in Biesenthal hatte ich überlegt, dem 66-Seen-Wanderweg weiter über Melchow nach Trampe und dann nach Strausberg zu folgen. Allerdings wäre dies eine mehrtägige Tour. Daher ging es diesmal von Melchow nach Eberswalde, um mir das Nonnenfließ anzuschauen.

In Malchow wollte ich mir die Dorfkirche einmal genauer anschauen und im Ort ließen sich super frische Eier erstehen. Dann ging es durch den Wald Richtung Schönholz. Der Weg durch den Wald war sehr erholsam. Absolute Stille und leichtes Vogelgezwitscher. Manchem Wandernden könnten diese geraden Forstwege etwas langweilig erscheinen, aber ich empfehle einfach mal auf die kleinen Details zu achten, wie zum Beispiel auf einzelne, markante Bäume oder die unterschiedlichen Geräusche der Waldbewohner oder den Geruch der Bäume. Ich mag solche Wege zum etwas schnelleren Gehen.

In Schönholz zweigt von der Dorfstraße der Bernauer Heerweg ab und kreuzt das Nonnenfließ. Kurz vor der steinernen Brücke überlegte ich, ob ich sogleich den Weg durch das nördliche Fließ Richtung Eberswalde einschlagen sollte, entschied mich dann aber dafür, auch den südlichen Teil mitzunehmen und zur Neuen Mühle zu wandern. Interessanterweise führt die Strecke zur Mühle durch einen kleinen Hohlweg. Das Gebiet schien mir stark durch die Jagd genutzt. Von der Mühle aus ging es dann Richtung Norden entlang des Fließes und es zeigten sich Spuren von Biber- und Wildschweinaktivitäten. Und mit einem Wildschwein sollte ich dann auch eine Begegnung haben…

Um einen mit Zunderschwämmen bewachsenen Baumstamm fotografisch ins rechte Licht zu rücken, ging ich um den Baumstamm herum machte eine Aufnahme. Dabei hörte ich ein seltsames, klapperndes Geräusch, das wie das schnelle Aufeinanderschlagen von Stöcken oder Steinen klang. Zuerst dachte ich es wäre ein Specht, aber als ich das Geräusch erneut hörte, blickte ich in dessen Richtung und erblickte ein Wildschwein in etwa 30 Meter Entfernung auf einer leichten Anhöhe. Mir blieb zunächst kurz das Herz stehen und das Blut gefor mir in den Adern, wie sollte ich in dieser Situation reagieren? Ich deutete das Verhalten des Tieres als eine Art territoriale Warnung und hielt es für angemessen, einen kühlen Kopf zu bewahren und mich ruhig und deutlich auf dem Weg Richtung Norden zu entfernen, der Puls war allerdings “auf 180”. Auch das Tier zog sich nach dem Blickkontakt wieder ins Dickicht zurück. Eine sehr beeindruckende Begegnung. Im weiteren Verlauf der Wanderung entdeckte ich ein Schild, das auf die Brut- und Setzzeit der Tiere hinweist. Zudem werden die Tiere durch menschliche Aktivitäten in den südlichen Teil des Fließes gedrängt, was dort zu Verbissschäden an Jungpflanzungen führt. Daher ist das Bleiben auf dem Weg sehr ratsam, um die Tiere und Pflanzen in ihrem Lebensraum so wenig wie möglich zu stören.

Der Rest der Wanderung durch das Fließ verlief sehr entspannt, es ist eine wirklich schöne Gegend und es lässt sich einiges entdecken. Als Fazit hat die Wanderung mich darüber nachdenken lassen, dass mit der Nutzung des Waldes als Erholungsraum natürlich auch einige Verantwortlichkeiten verknüpft sind. Einzelne Biotope sind sehr fragil. Achtsames Verhalten im Wald trägt dazu bei, die Schönheit auch für die nachfolgenden Wandernden und Erholungssuchenden zu bewahren.

Wanderung von Wandlitz nach Biesenthal

Nach der letzten Wanderung von Borgsdorf nach Wandlitz lag es nahe, dem 66-Seen-Wanderweg weiter bis nach Biesenthal zu folgen. Insgesamt fand ich die Strecke sehr angenehm und abwechslungsreich, es ging auch mal bergauf und bergab und einige Badestellen sind zu entdecken. Highlights sind sicherlich der Liepnitzsee, der Hellsee und gegen Ende das Hellmühler Fließ. Auch der Liebnitzwald (Klimawald) östlich von Wandlitz ist sehr schön. In Ützdorf ließ sich Verpflegung für den Weg ergattern. Lanke fand ich wegen seiner hügeligen Lage recht reizvoll. In Lanke führt der Weg durch den verwilderten Lenné-Park des Schlosses und weiter zum Hellsee. Wieder einmal in Biesenthal endete die Wanderung. Insgesamt eine sehr schöne Tour, die sich im Frühjahr und Sommer, wenn die Bäume voll ergrünt sind, sicherlich noch reizvoller gestalten kann. Zur Zeit erfreuen an den entsprechenden Stellen insbesondere die blühenden Buschwindröschen.